Ausgefeiltes Management

Ausgefeiltes Management steigert Älpungserfolg

Natürlich handelt es sich bei den Vergleichen zwischen auf der Alm und im Stall aufgezogenem Jungvieh um Durchschnittswerte, die von Alm zu Alm, von Almperiode zu Almperiode und von Talbetrieb zu Talbetrieb stark variieren können. Grundsätzlich kommen die Vorteile dieser tiergerechten und natürlichsten Haltungsform aber nur dann voll zum Tragen, wenn sowohl die Almwirtschaft als auch die Fütterung und Haltung auf dem Talbetrieb optimal gestaltet werden. Eine gute Almwirtschaft beginnt schon vor dem Almauftrieb am Heimbetrieb, in dem die Voraussetzungen für den Übergang von der Stallhaltung zur Weide auf der Alm geschaffen werden. Dies geschieht durch Gewöhnung der Tiere an die Weide, Klauenpflege und die Bekämpfung von Weideparasiten beim Almauftrieb. So können schnelle Futterumstellungen zu Verdauungsstörungen und Durchfall und dadurch zu kurzfristigem Gewichts- bzw. Leistungsverlust, führen.

Zwar werden die Zunahmen systembedingt zumeist geringer sein als bei der Stallhaltung , eine gute Futterqualität auf den Almflächen ist aber die Voraussetzung für das kompensatorische Wachstum bei der Stallhaltung im Herbst und Winter. Dies setzt voraus, dass die Kalbinnen gesund und körperlich gut entwickelt abgetrieben werden, was nur durch ein optimiertes Almmanagement gewährleistet werden kann.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, neben einem möglichst frühen Almauftrieb, eine dem Standort angepasste Besatzdichte und Weideführung sowie die Errichtung ausreichender Tränkestellen. Ebenso sollte eine Behandlung gegen Weideparasiten (Endoparasiten) auch zum Almabtrieb (wenn die Tiere weiter auf die Weide gehen), bzw. zum Aufstallen eine Selbstverständlichkeit sein.

Natürlich gibt es bei der Almhaltung immer wieder witterungsbedingte Unwägbarkeiten, durch ein ausgefeiltes Almmanagement können diese Unwägbarkeiten aber zumindest abgemildert und die Jungviehaufzucht erfolgreicher gestaltet werden.