Demo gegen Wolf in Bremen

Bremen (dpa) – Schafhalter haben einen Tag vor dem Treffen der Umweltminister [am 09. Nov. 2018] von Bund und Ländern in Bremen eindringlich eine Begrenzung der Wolfszahlen in Deutschland gefordert. Aufgrund der zunehmenden Risse von Weidetieren hätten viele Schäfereien bereits aufgegeben, sagte Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhalter, nach einer Protestveranstaltung am Donnerstag in Bremen. Seit 2005 sei deren Zahl um rund 10 Prozent auf inzwischen nur noch 989 gesunken. «Wir haben mehr Wölfe als Berufsschäfereien in Deutschland», betonte er mit Blick auf die etwa 1000 in Deutschland lebenden Wölfe.

Der Verein forderte von den Ministern, die sich am Freitag auch mit dem Thema Wolf befassen, Möglichkeiten für eine Bejagung des Tieres zu schaffen. Das heutige Wolfsmanagement müsse durch ein jagdliches Wildtiermanagement ersetzt und die Population auf 250 Tiere festgelegt werden. Es gehe darum, das Artengleichgewicht zu gewährleisten und das gehe nur mit Abschuss, betonte Schmücker. «Wir holen auch keine Dinosaurier zurück, weil es für unsere Artenvielfalt gut wäre.» Er und Schäfermeister Marc Mennle vom Bauernbund Brandenburg forderten zugleich einen Rechtsanspruch auf vollständige Schadenserstattung im Fall von Wolfsrissen bei Weidetieren. (aus Welt vom 08.11.2018)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.