Vereinbarung zwischen StMELF, BaySF und AVO zur Naturwaldausweisung

Im Dezember 2020 wurden in Bayern rund 58 000 ha Staatswald als Naturwald ausgewiesen, darunter sind auch Flächen, die mit Weiderechten belegt sind. Lichtweideflächen, die keine Waldeigenschaft besitzen, waren zwar von vornherein ausgenommen, aber mit Weiderechten belastete Waldflächen fanden häufig Eingang in die Kulisse der Naturwälder. Entsprechend der Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ bleibt die Ausübung von bestehenden Forstrechten sowie gesetzlicher und vertraglicher Rechte Dritter unberührt. Dennoch haben wir Bedenken, dass durch die natürliche Entwicklung der Naturwälder auch Waldweiden ihren bestehenden Charakter verlieren und für die Nutzung als solche teilweise oder ganz verloren gehen könnten.

In mehreren Gesprächen haben wir mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) eine Vereinbarung erarbeitet, in der Fragen zur praktischen Umsetzung der weiteren Ausübung der Weide- und Holzbezugsrechte geklärt wurden (Der Almbauer 03-22, Seite 3). Darin wird auch die Möglichkeit der Entnahme von Flächen aus der Naturwaldkulisse bei Härtefällen geregelt. Die Vereinbarung ist im Januar zur Umsetzung an die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und andie Bayerischen Staatsforsten versandt worden. Den gesamten Wortlaut finden Sie hier auf unserer Seite im Menü unter ⇒«Fachthemen» ⇒«Naturschutz».

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