Widerspruch zum Ausgleichszulage-Bescheid

Widerspruchsfrist bei der Ausgleichszulage beachten

Anfang April haben viele landwirtschaftliche Betriebe die Bescheide zur Auszahlung der Ausgleichszulage für das Jahr 2019 erhalten. Innerhalb von vier Wochen nach Zugang des Schreibens kann bei Bedarf Widerspruch gegen diesen Bescheid erhoben werden.
Jetzt sieht man schwarz auf weiß, dass es durch die Umstellung auf das neue Bezahlmodell in vielen Fällen zu deutlichen Verschiebungen bei der Höhe der Förderbeträge gekommen ist. Insbesondere Bergbauernbetriebe, deren Flächen unter 1000 Höhenmetern liegen, haben deutliche Kürzungen hinnehmen müssen. Die beim aktuellen Auszahlungsmodell zu Grunde gelegte Ertragsmeßzahl (EMZ) allein ist scheinbar nicht geeignet, die tatsächlichen naturräumlichen Benachteiligungen innerhalb des Berggebietes angemessen abzubilden. Viele Bergbauernbetriebe sind durch das neue Modell bis auf den Mindestsatz zurückgefallen, Kürzungen um bis zu zwei Drittel der AGZ-Förderbeträge sind die Folge. Diese Betriebe sind jetzt nicht nur durch die erschwerte Bewirtschaftung auf Grund natürlicher Gegebenheiten benachteiligt, sondern auch durch eine hausgemachte Förderpolitik des Freistaates Bayern.
Wer nach sorgfältiger Überprüfung seines AGZ-Bescheides erwägt, in Widerspruch zu gehen und hierbei Unterstützung braucht, kann sich an den zuständigen Bezirksalmbauern oder die AVO Geschäftsstelle wenden.
Die Behebung der Ungleichbehandlung von Betrieben mit Almflächen und die deutliche Schlechterstellung von reinen Bergbauernbetrieben durch Anpassungen des AGZ Modelles für die Zukunft bilden aktuell den Tätigkeitsschwerpunkt des AVO und der ARGE Bergbauern.

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