AUM Antragstellung bis 22.02.2019

Die Antragsfrist für das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und/oder Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) läuft noch bis 22.Februar.
Die Untere Naturschutzbehörde Miesbach weist darauf hin, dass noch Geldmittel für VNP-Maßnahmen zur Verfügung stehen. Tal- oder Almflächen, die nicht mit einzelflächenbezogenen KULAP Maßnahmen belegt sind, wären ggf. über VNP Maßnahmen förderfähig.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Josef Faas, LRA Miesbach (Tel. 08025-7043321).

Wölfe dezimieren Herde der Naturschutzstation

40 tote Schafe bei Niesky: Landkreis prüft Wolfsabschuss. 

Bei Niesky hat es einen Wolfsübergriff auf eine Herde mit rund 140 tragenden Mutterschafen gegeben. Etwa 40 Moorschnucken und fünf Ziegen sind tot, viele Tiere werden noch vermisst. Die Schafherde der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” ist von einem Wolfsrudel angegriffen worden. Einwohner hatten am Dienstagmorgen auf der Straße zwischen Förstgen und Tauer herumirrende Schafe gesehen und die Naturschutzstation informiert. Als man nach der Herde sah, stellte sich heraus, dass rund 40 Schafe und fünf Ziegen tot sind. Einige Wölfe wurden sowohl von Anwohnern als auch von Mitarbeitern der Naturschutzstation bei den gerissenen Tieren gesehen.

Die Herde war mit Elektrozaun gesichert.
Die Mitarbeiter der Station haben die Kadaver eingesammelt und suchen nach fehlenden Tieren. Das ganze Ausmaß des Übergriffs ist derzeit noch nicht absehbar, sagt die Geschäftsführerin Annett Hertweck. Die Weideflächen der Herde hatte man mit einem 1,10 Meter hohen Flexinetz-Elektrozaun gesichert. Die Leiterin der Naturschutzstation geht davon aus, dass die Tiere bei dem Angriff in Panik geraten seien, den Zaun niedergetrampelt hätten und in alle Richtungen geflohen seien. Es sei kaum möglich, das gesamte Gebiet innerhalb eines Tages abzusuchen, so Hertweck. Die mitten im Bestandsgebiet des Daubaner Wolfsrudels gelegene Naturschutzstation praktiziert seit mehr als zwei Jahrzehnten die Landschaftspflege im Biosphärenreservat mit Moorschnucken und Burenziegen. Ziel der Einrichtung ist es, den Naturschutz und die Umweltbildung in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zu fördern. Dazu gehört es auch, den Wolf als natürliches Raubtier in der Region zu akzeptieren.

Der Landkreis prüft einen Wolfsabschuss.
Mitarbeiter des Kreisforstamtes des Landkreises Görlitz und dem Nachbarkreis Bautzen untersuchen nun den großen Wolfsriss. Es wird davon ausgegangen, dass mindestens vier Wölfe an dem Angriff beteiligt waren, teilte das Landratsamt mit. Das Sächsische Umweltministerium sei über den Vorfall informiert worden. Geprüft wird demnach auch die Möglichkeit einer Entnahme, heißt es in der Mitteilung. Heike Zettwitz vom Landratsamt Görlitz „Da die Wolfspopulation so zugenommen hat, müssen wir in naher Zukunft mit weiteren Konflikten rechnen. Deswegen sind wir im Gespräch in Sachsen eine Wolfsverordnung aufzustellen, die unsere behördlichen Entscheidungen zur Entnahme erleichert.“ Unterdessen ist Annett Hertweck noch damit beschäftigt, die weggelaufenen Schafe zu finden. 51 seien inzwischen im Stall, 59 fehlten noch. Dass der Abschuss der Wölfe im Raum steht, überrascht sie. Schließlich unterstützt die Naturschutzstation den Umstand, dass sich der Wolf in der Oberlausitz wieder ansiedelt. “Wir sind bisher von Rissen relativ verschont geblieben. Im Dezember 2017 hatten wir den letzten Übergriff”, erinnert sich Hertweck. Dass jetzt so viele Tiere getötet wurden, stimmt sie traurig, einem Wolfsabschuss steht sie dennoch skeptisch gegenüber. Sicher müsse man beide Seiten verstehen und hier einen Kompromiss finden, meint sie im Hinblick auf betroffene Schäfereien. In ihrem Fall bezweifelt sie, ob man bei einer Abschussgenehmigung dann auch das richtige Tier erwischt würde, das über den Zaun gesprungen ist.

Die CDU fordert eine Lockerung der Abschussregeln.
Seit einigen Wochen fordert die CDU in Sachsen eine Lockerung der Abschussregeln für den Wolf und stellt den strengen Artenschutz infrage. Dazu hat die Partei auch einen Aufruf im Internet gestartet. Der Wolf habe sich gerade für Nutztierhalter in bestimmten Teilen Sachsens zum Problem entwickelt. Darauf aufmerksam zu machen, sei Gegenstand dieser Kampagne, mit der man sich an den Bund wenden möchte, so der CDU-Politiker Alexander Dierks.

Naturschützer betonen den Nutzen des Wolfes
Nabu und BUND Sachsen sind fassungslos über diesen Vorstoß. Sie fordern ein klares Bekenntnis zum Schutz des Tieres von der sächsischen Politik. Statt ein Tier per Mausklick zum Abschuss freizugeben, sollten vielmehr schlechte Arbeitsbedingungen der Schäfer verbessert werden – zum Beispiel im Rahmen einer Weidetierprämie, heißt es von den Umweltverbänden. Auch das Aufstellen sichernder Zäune sollte nicht nur zu 80, sondern zu 100 Prozent gefördert werden und alternative Schutzmaßnahmen müssten mehr finanzielle Unterstützung erfahren. Der Wolf stelle keine Gefahr für den Menschen dar, betonte Felix Ekardt, Landesvorsitzender des BUND Sachsen. Seine Wiedereingliederung in die Natur habe positive ökologische Effekte: So rotteten sich durch den Wolf Wildschweine zusammen, Rehe würden scheu. “Eine Abschussgenehmigung bedeutet natürlich auch die Gefahr, den Wolf wieder auszurotten”, erläutert Ekardt. In Sachsen leben aktuell 17 Rudel und vier Wolfspaare. Ein Rudel besteht im Durchschnitt aus fünf bis zehn Wölfen. Seit einigen Jahren beklagen Landwirte vermehrt Angriffe auf Nutztiere. Zudem wurden im Freistaat nach Angaben des Kontaktbüros “Wölfe in Sachsen” seit 2009 acht Wölfe illegal abgeschossen.

Quelle MDR

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Demo gegen Wolf in Bremen

Bremen (dpa) – Schafhalter haben einen Tag vor dem Treffen der Umweltminister [am 09. Nov. 2018] von Bund und Ländern in Bremen eindringlich eine Begrenzung der Wolfszahlen in Deutschland gefordert. Aufgrund der zunehmenden Risse von Weidetieren hätten viele Schäfereien bereits aufgegeben, sagte Wendelin Schmücker, Vorsitzender des Fördervereins der Deutschen Schafhalter, nach einer Protestveranstaltung am Donnerstag in Bremen. Seit 2005 sei deren Zahl um rund 10 Prozent auf inzwischen nur noch 989 gesunken. «Wir haben mehr Wölfe als Berufsschäfereien in Deutschland», betonte er mit Blick auf die etwa 1000 in Deutschland lebenden Wölfe.

Der Verein forderte von den Ministern, die sich am Freitag auch mit dem Thema Wolf befassen, Möglichkeiten für eine Bejagung des Tieres zu schaffen. Das heutige Wolfsmanagement müsse durch ein jagdliches Wildtiermanagement ersetzt und die Population auf 250 Tiere festgelegt werden. Es gehe darum, das Artengleichgewicht zu gewährleisten und das gehe nur mit Abschuss, betonte Schmücker. «Wir holen auch keine Dinosaurier zurück, weil es für unsere Artenvielfalt gut wäre.» Er und Schäfermeister Marc Mennle vom Bauernbund Brandenburg forderten zugleich einen Rechtsanspruch auf vollständige Schadenserstattung im Fall von Wolfsrissen bei Weidetieren. (aus Welt vom 08.11.2018)

Hermann Mauer im Ruhestand

Hermann Mauer, Almfachberater am AELF Rosenheim, ist seit Anfang November im wohlverdienten Ruhestand. Bis die Stelle neu besetzt ist, steht übergangsweise Susanne Krapfl vom AELF Holzkirchen für Fragen und Anträge rund ums Bergbauernprogramm zur Verfügung. Telefon: 08024/460 39 9112