Wolfsplakat zum Ausdrucken

Im letzten Jahr haben der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern und der Alpwirtschaftliche Verein Allgäu, gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband, dieses Plakat erstellt.
Es soll dazu anregen, mit Wanderern und Gästen ins Gespräch zu kommen. Die positive Haltung zur Rückkehr des Wolfes beruht meist auf Unwissenheit oder Fehlinformation. Konfrontiert mit den Auswirkungen für Weidetiere im alpinen Raum und mit der Veränderung des Landschaftsbildes wandelt sich häufig die Meinung. Das Plakat kann beim AVO abgeholt werden und steht auch auf unserer Internetseite www.almwirtschaft.net zum Herunterladen zur Verfügung.

Corona-Lockerung bei Almbewirtung?

Stand 10.05.

Die Bewirtung auf Almen ist bei den Coronavorgaben den Gaststätten im Tal grundsätzlich gleichgestellt. Ab 10. Mai 2021 darf die Außengastronomie in bestimmten Regionen und unter bestimmten Voraussetzungen (anhaltender Inzidenzwert < 100) öffnen, dies gilt auch für die Bewirtung auf den Almen. Dabei gelten Hygienekonzepte, Masken- und Testpflicht. Für 2-fach-Geimpfte gibt es weitere Erleichterungen.

Was aktuell in den jeweiligen Landkreisen gilt, erfragen Sie bitte bei der Corona-Hotline und entnehmen es den Corona-Internetseiten der Landratsämter, die Sie unter folgenden Links aufrufen können:

Falls Sie weitere Fragen haben können Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle wenden.

AVO Geschäftsstelle

Corona & Almbewirtung

Stand: 04.05.2021:

Auf den Almen, ist wie bei allen Gastronomiebetrieben, eine Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle, derzeit nicht erlaubt.

Zulässig ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen. Getränke in Flaschen, Speisen und in Tüten dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln abgegeben werden. Der Verzehr darf nicht an Ort und Stelle und auch nicht in unmittelbarer Nähe der Alm erfolgen!

Sitzgelegenheiten dürfen nicht zur Verfügung gestellt werden.

AVO Geschäftsstelle

Schulungstage im Juni 2021

Wie bereits angekündigt möchten wir im Frühsommer einige Schulungstage für Almbauern, Almpersonal und sonstige Alminteressierte anbieten. Wir hoffen, dass im Juni wieder Schulungen im Freien möglich sind, falls nicht, werden wir die Schulungen verschieben. Alle Veranstaltungen sind mit Voranmeldung, da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Nach der Anmeldung erfolgt eine schriftliche Einladung, kurzfristige Änderungen werden dann an die angemeldeten Teilnehmer weitergegeben. Geplant haben wir zwei Blöcke von Schulungstagen im Juni.

Der erste Block befasst sich mit der Almflächenbestimmung. Seit langem ist es uns ein Anliegen, unsere Mitglieder bei der Almflächenbestimmung zu unterstützen. Auch die Vor-Ort-Kontrollen im letzten Jahr haben es wieder gezeigt, dass es immer noch zu vielen Flächenabzügen kommt. Gerade auf Almen mit bestockten Bereichen werden Flächenabweichungen mit den bekannten Folgen nachgewiesen. Um die Almbewirtschafter zu unterstützen, haben wir beim AVO ein GPS-Gerät angeschafft und bieten Schulungstage an, bei denen anhand von Beispielsflächen die Einstufung der Förderflächen geschult wird. An vier Terminen, verteilt über unser oberbayerisches Almgebiet, finden eintägige Schulungen statt. Es wird dabei von Mitarbeitern des Prüfdienstes die Förderfähigkeit unterschiedlicher Flächen besprochen und den Teilnehmern der Umgang mit dem GPS-Gerät erklärt. Die Teilnehmer können im Anschluss das Gerät ausleihen und auf ihren eigenen Flächen Messungen vornehmen. Dabei kann jeder die Geometrie der Feldstücke, die in iBALIS gespeichert sind, auf das Gerät ausspielen. Anschließend kann er seine Flächen abgehen und Punkte mit dem GPS-Gerät setzen. Die Punkte kann man für Korrekturen der Feldstücke in iBALIS verwenden oder dem Sachbearbeiter am Landwirtschaftsamt zur Verfügung stellen.

Für Ende Juni sind Wassertage geplant. Die Wasserversorgung auf den Almen war schon immer ein wichtiges Thema, durch den Klimawandel hat es jetzt zusätzlich an Bedeutung für Mensch und Tier gewonnen. Auch gutes Almweidemanagement ist untrennbar mit einer ausreichenden Wasserversorgung verbunden, die für alle Flächen der Alm sichergestellt sein muss. Die Anlage von Wasserfassungen, die Verteilung und der Transport des wertvollen Gutes sind hierbei die größte Herausforderung.

Im Rahmen der geplanten Wassertage möchten wir hierzu einige Möglichkeiten aufzeigen. Ferner werden Fremdreferenten unterschiedliche Fachthemen ansprechen, wie beispielsweise die rechtlichen Vorgaben bei der Wasserfassung oder der Wasseraufbereitung. Probenahme und Überprüfung der Filtrationsanlagen sowie die neue Trinkwasserverordnung stehen ebenfalls auf dem Programm. Wir hoffen ferner, einige Firmenvertreter gewinnen zu können, die Pumpsysteme, Quellsammler und deren jeweiliges Einsatzgebiet vorstellen. All diese Maßnahmen werden durch das Bayerische Bergbauern Programm bezuschusst, das von den Almfachberatern vorgestellt wird.

Anmeldung bis spätestens  27. Mai per Mail (Almwirtschaft@avo.bayern.de) oder Telefon unter (Tel. 08024-4604445). 

Verwirrung bei der DüVO

Bei der Düngeverordnung kam es teilweise zu Verwirrungen, da ab 01.01.2021 Flächen, auf denen organische Düngung verboten ist, nicht mehr für die Berechnung der 170 kg N/ha Grenze herangezogen werden dürfen. Dies ist z.B. bei Flächen im Wasserschutzgebiet Zone II und einigen Kulap-/VNP-Maßnahmen der Fall. Diese Flächen müssen für die Berechnung der 170-kg-Grenze abgezogen werden. Wichtig für uns ist, dass Flächen, auf denen eine organische Düngung zwar verboten, aber eine Beweidung erlaubt ist, weiterhin bei der Berechnung mit einfließen.

Herdenschutz Wolf

Das Förderprogramm “Investition Herdenschutz Wolf” gibt es seit Ende April diesen Jahres. Gefördert werden kann der Herdenschutz in den Gemeinden in denen die Anwesenheit von Wölfen vermutet wird. Da in der Gemeinde Reit im Winkl insgesamt 4 Schafe gerissen wurden und Hinweise auf weitere Wolfsrisse vorliegen, wurden folgende Gemeinden ab sofort in die Förderkulisse Zäune aufgenommen:

Samerberg Frasdorf
Aschau i. Chiemgau Schleching
Marquartstein Unterwössen
Reit im Winkl Ruhpolding
Staudach-Egerndach Bergen

Zur weiteren Information folgen Sie diesem Link zum Förderprogramm

Zur Anstellung von Almpersonal

Sommerzeit ist Almzeit
Verfasser: Ilona Barein, Fachkraft für Lohn und Gehalt, BBV Beratungsdienst GmbH

Bald ist es wieder soweit und unsere Tiere dürfen in die „Sommerfrische“ auf die Alm.
Bei der Bewirtschaftung der Almen und Hütten wird oft nicht die bäuerliche Familie selbst tätig, sondern holt sich Unterstützung durch angestellte Sennerinnen und Senner. Was früher ganz einfach war und oft mit Logis und Handgeld geregelt wurde, ist in Zeiten von ausufernden Regelungen, wachsamer Sozialversicherung und Mindestlohngesetz zum Spießrutenlauf geworden. Damit am Ende nicht der Fiskus lacht, bedarf es guter Kenntnisse und klarer Aufzeichnungen. Folgende Möglichkeiten gibt es, Almpersonal anzustellen:

  1. Kurzfristige Beschäftigung oder Saisonbeschäftigung:

    Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist und außerdem darf diese Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt werden, sofern das Arbeitsentgelt 450 Euro im Monat überschreitet.

  2. Berufsmäßige Beschäftigung

    Eine berufsmäßige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung für den Arbeitnehmer ist. Die Beschäftigung darf nicht allein für die Sicherung des Lebensunterhalts und Lebensstandards bestimmend sein. Bei einem Arbeitnehmer, der neben der kurzfristigen Beschäftigung noch eine Hauptbeschäftigung oder selbständige Tätigkeit ausübt, liegt generell keine Berufsmäßigkeit vor. Bei Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern wird hingegen grundsätzlich Berufsmäßigkeit unterstellt.

    Für eine kurzfristige Beschäftigung sind pauschale Beiträge vom Arbeitgeber zur Kranken-, Pflege-, Renten-und Arbeitslosenversicherung und Lohnsteuer abzuführen. Kurzfristige Beschäftigte sind jedoch gesetzlich unfallversichert und haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, sowie auf finanzielle Absicherung bei Mutterschaft. Der Arbeitgeber zahlt die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung, die Umlage U1 und U2 und die Insolvenzgeldumlage.

    Studenten sind familienversichert oder selbst versichert in der gesetzlichen Krankenversicherung mit einem Studentenbeitrag. Eine kurzfristige Beschäftigung auf drei Monate oder 70 Arbeitstage ist somit kein Problem. Der Verdienst ist hier unerheblich. Eine Beschäftigung in den Semesterferien ist ebenfalls versicherungsfrei. Weiterhin können Hausfrauen, Selbständige, Arbeitnehmer mit bezahltem Urlaub, sowie Rentner einer „Kurzfristigen Beschäftigung“ nachgehen.

  3. Mini-Job:

    Alle Minijobber müssen, wie andere Beschäftigungsverhältnisse auch, der Sozialversicherung gemeldet werden. Der Verdienst darf monatlich 450 Euro nicht überschreiten. Die Meldungen sind an die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zu richten. Der Mindestlohn muss eingehalten werden, das bedeutet, dass das Personal regelmäßig taggenau Stundenaufzeichnungen über die Arbeitszeit aufschreiben muss. Die Beiträge zur Sozialversicherung trägt der Arbeitgeber vollständig. Dazu muss sich der Arbeitnehmer mittels Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Auch Arbeitslose dürfen einen Minijob ausführen. Das Arbeitsverhältnis muss jedoch der Agentur für Arbeit mitgeteilt werden. Beim ALG I gilt ein Freibetrag von 165 Euro.

  4. Midijob:

    Midijobber zählen zur Gruppe der Geringverdiener. Das Entgelt liegt zwischen 450,01 € und 1.300,00 €. Durch die besondere Regelung der Gleitzone wird der Übergang aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, die nur in der Rentenversicherung der Versicherungspflicht unterliegt, zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für Arbeitnehmer beitragsrechtlich gemildert, da der Arbeitnehmer reduzierte Beiträge zur Sozialversicherung zahlt. Der Arbeitgeberbeitrag hingegen ist aus dem tatsächlich erzielten Lohn zu berechnen.

  5. Arbeiten auf Lohnsteuerkarte

    Verdient ein Arbeitnehmer mehr als 450,00 € im Monat, muss auf Lohnsteuerkarte gearbeitet werden. Für Beschäftigte von 450,01 € bis 1.300,00 € monatlich, ist auf Wunsch des Arbeitsnehmers eine Anstellung in der Gleitzone möglich.
    Achtung Stolperfalle Sachbezüge „Unterkunft und Verpflegung“!
    Sachbezüge gehören zum Arbeitslohn. Deswegen muss auf den Sachbezug Sozialversicherung und Lohnsteuer abgeführt werden.
    Verpflegung 2020 € 258,00 pro Person/Monat
    Unterkunft 2020 € 235,00 pro Person/Monat
    Damit durch den Sachbezug nicht plötzlich die 450 Euro oder die 1.300 Euro-Grenze überschritten wird und der Arbeitgeber allein Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge für das Arbeitsverhältnis nachzahlen muss, darf Unterkunft und Verpflegung nicht mit dem Lohn verrechnet werden. Der Gedanke dahinter ist, dass der Mindestlohn auf dem Konto des Arbeitnehmers ankommen muss. Das klingt ein wenig paradox, ist es wohl auch, aber es muss ein extra Werkmietvertrag abgeschlossen und auch die Verpflegung extra bezahlt werden, um dem Mindestlohngesetz genüge zu leisten.

  6. Und über allem schwebt der Mindestlohn!

    Der Mindestlohn im Jahr 2020 beträgt 9,35 je Zeitstunde und gilt für sämtliche Beschäftigungsverhältnisse. Der Arbeitgeber hat Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens wöchentlich zu notieren und zwei Jahre aufzubewahren. Familienangehörige – Ehegatten, Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers – haben keine Aufzeichnungspflicht.

Ein Wort zum Schluss noch zur Haftpflichtversicherung und Unfallversicherung
Die Alm wird regelmäßig in der Betriebshaftpflicht mit versichert sein. Damit sind Schäden abgedeckt, die das Almpersonal an Dritte verursacht. Wenn im Rahmen der Almtätigkeit Arbeits- oder Wegeunfälle auftreten, sind diese in der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert. Ein privater Unfall fällt jedoch nicht unter diese Versicherung.

Bewirtung auf Almen

Öffnung der Außengastronomie ab dem 18. Mai 2020 bis 20.00 Uhr
Öffnung der Innengastronomie ab dem 25. Mai 2020 bis 22.00 Uhr

Das Wirtschaftsministerium hat nun ein „Rahmenkonzept Gastronomie“ vorgelegt – es erlaubt den einzelnen Betrieben die Entwicklung von eigenen Schutz- und Hygienekonzepten.

Die wichtigsten Punkte im Rahmenkonzept sind:

  • Planen Sie die Aufstellung der Tische so weit auseinander, dass zwischen Gästen, die nicht an einem Tisch sitzen, mindestens 1,5 Meter Abstand ist.
  • Familien oder Mitglieder des selben Hausstandes können näher beieinander am selben Tisch sitzen. Entsprechend der seit 08.05. geltenden Kontaktbeschränk-ungen können auch Mitglieder eines zweiten Haushalts am selben Tisch sitzen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Mund-Nase-Masken für Ihr Personal.
  • Mund-Nasen-Schutz ist vorgeschrieben für Kellner im Gastraum sowie für Gäste, wenn sie nicht am Tisch sitzen. (z.B. beim Gang zur Toilette).
  • In der Küche ist der Mund-Nasen-Schutz nur vorgeschrieben, wenn der Abstand von 1,5 Metern von Personal zu Personal nicht eingehalten werden kann.
  • Sorgen Sie für ausreichend Desinfektionsmittel.
  • Informieren Sie Ihre Gäste über die neuen Schutzmaßnahmen (Aushang).
  • Sorgen Sie dafür, dass die Abstandsregeln eingehalten werden und bringen Sie ggf. Bodenmarkierungen an.
  • Hilfreich ist es auch, an der Selbstbedienungstheke Schutzscheiben anzubringen.
  • (DEHOGA) Druckvorlagen für Aushang bei Bewirtung:

Aktuelle Informationen erhalten Sie an der Corona-Hotline des Landratsamtes.

Hans Stöckl, Geschäftsführer
Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern e.V.
Rudolf-Diesel-Ring 1 a
83607 Holzkirchen

Tel. 08024 46039-9111, Mobil: 0174-7950642