Vereinbarung zwischen StMELF, BaySF und AVO zur Naturwaldausweisung

Im Dezember 2020 wurden in Bayern rund 58 000 ha Staatswald als Naturwald ausgewiesen, darunter sind auch Flächen, die mit Weiderechten belegt sind. Lichtweideflächen, die keine Waldeigenschaft besitzen, waren zwar von vornherein ausgenommen, aber mit Weiderechten belastete Waldflächen fanden häufig Eingang in die Kulisse der Naturwälder. Entsprechend der Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ bleibt die Ausübung von bestehenden Forstrechten sowie gesetzlicher und vertraglicher Rechte Dritter unberührt. Dennoch haben wir Bedenken, dass durch die natürliche Entwicklung der Naturwälder auch Waldweiden ihren bestehenden Charakter verlieren und für die Nutzung als solche teilweise oder ganz verloren gehen könnten.

In mehreren Gesprächen haben wir mit den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und dem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) eine Vereinbarung erarbeitet, in der Fragen zur praktischen Umsetzung der weiteren Ausübung der Weide- und Holzbezugsrechte geklärt wurden (Der Almbauer 03-22, Seite 3). Darin wird auch die Möglichkeit der Entnahme von Flächen aus der Naturwaldkulisse bei Härtefällen geregelt. Die Vereinbarung ist im Januar zur Umsetzung an die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und andie Bayerischen Staatsforsten versandt worden. Den gesamten Wortlaut finden Sie hier auf unserer Seite im Menü unter ⇒«Fachthemen» ⇒«Naturschutz».

Abgesagt: Einladung zum Almlehrkurs

Liebe Almleute,

wir haben uns entschlossen den Almlehrkurs auch in diesem Jahr abzusagen. Nach den, auch Anfang März noch geltenden Coronavorgaben, und dem aktuellen hohen Infektionsgeschehen ist die Durchführung des Almlehrkurses vom 02. bis 04. März nicht möglich. Wir bedanken uns für Eure Anmeldungen und bitten um Euer Verständnis.
Schöne Grüße

Hans Stöckl

AVO-Mitgliedsbeitrag ändert sich

Die Geschäftsstelle gibt bekannt:

Wie jedes Jahr werden wir im Laufe des Februars die Mitgliedsbeiträge für das Jahr 2022 abbuchen. Wie bereits in der Ausgabe 11/21 im Almbauer beschrieben, wurde beim Almbauerntag in Unterwössen die zwingend erforderliche Erhöhung der Beiträge ab dem Jahr 2022 beschlossen.
Die bisherigen drei Beitragskategorien Almbewirtschafter/Almpersonal /Sonstige Mitglieder werden ab 2022 zu zwei Gruppen zusammengefasst: Die Almbewirtschafter bleiben wie bisher eine eigenständige Gruppe, das Almpersonal und die sonstigen Mitglieder werden hingegen zusammengelegt. Die Zeiten, wo ledige Familienangehörige oder Mägde und Knechte viele Jahre auf die Alm gefahren sind oder fahren mussten und bitterarm waren, gibt es heute zum Glück nicht mehr. Der Großteil des heutigen Almpersonals geht vor und nach der Almzeit einem Beruf nach und in der Regel wird auch die Tätigkeit als Almerer und Almerin vergütet. Unter diesem Gesichtspunkt, sowie der Verwaltungsvereinfachung, dass zukünftig mehrfache Wechsel innerhalb der beiden Gruppen wegfallen, ist die Gleichstellung des Almpersonals mit den sonstigen Mitgliedern hoffentlich nachvollziehbar.
Ab dem Jahr 2022 beträgt der jährliche AVO-Mitgliedsbeitrag für Almbauern 45 Euro und für alle anderen Mitglieder 27 Euro.

Die ausführliche Begründung lesen Sie bitte im Almbauer 01-2022

Abbuchung
Die Anpassung der Abbuchung an die neuen Beiträge erfolgt automatisch und wird wie in den Vorjahren im Laufe des Februars vollzogen.

Kontoänderungen, Namensänderungen, Adressänderungen, Stilllegungen, Bankfusionen oder Ähnliches müssen jedoch an der AVO-Geschäftsstelle gemeldet werden. Falsche Kontodaten bedeuten für uns nicht nur Mehraufwand, sondern auch erhebliche Mehrkosten, die den knappen Etat des Vereins unnötig belasten.
Wir bitten deshalb, noch nicht gemeldete Änderungen bei der Kontoverbindung unverzüglich bei der AVO-Geschäftsstelle schriftlich, telefonisch, per Fax oder E-Mail zu melden.

Kontakt:

Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern, Rudolf-Diesel-Ring 1a, 83607 Holzkirchen;
Tel. 08024-46039-1445, Fax: 08024-46039-1444;
E-Mail: almwirtschaft@avo.bayern.de.

Wolfsplakat zum Ausdrucken

Im letzten Jahr haben der Almwirtschaftliche Verein Oberbayern und der Alpwirtschaftliche Verein Allgäu, gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband, dieses Plakat erstellt.
Es soll dazu anregen, mit Wanderern und Gästen ins Gespräch zu kommen. Die positive Haltung zur Rückkehr des Wolfes beruht meist auf Unwissenheit oder Fehlinformation. Konfrontiert mit den Auswirkungen für Weidetiere im alpinen Raum und mit der Veränderung des Landschaftsbildes wandelt sich häufig die Meinung. Das Plakat kann beim AVO abgeholt werden und steht auch auf unserer Internetseite www.almwirtschaft.net zum Herunterladen zur Verfügung.

Corona-Lockerung bei Almbewirtung?

Stand 10.05.

Die Bewirtung auf Almen ist bei den Coronavorgaben den Gaststätten im Tal grundsätzlich gleichgestellt. Ab 10. Mai 2021 darf die Außengastronomie in bestimmten Regionen und unter bestimmten Voraussetzungen (anhaltender Inzidenzwert < 100) öffnen, dies gilt auch für die Bewirtung auf den Almen. Dabei gelten Hygienekonzepte, Masken- und Testpflicht. Für 2-fach-Geimpfte gibt es weitere Erleichterungen.

Was aktuell in den jeweiligen Landkreisen gilt, erfragen Sie bitte bei der Corona-Hotline und entnehmen es den Corona-Internetseiten der Landratsämter, die Sie unter folgenden Links aufrufen können:

Falls Sie weitere Fragen haben können Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle wenden.

AVO Geschäftsstelle

Corona & Almbewirtung

Stand: 04.05.2021:

Auf den Almen, ist wie bei allen Gastronomiebetrieben, eine Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle, derzeit nicht erlaubt.

Zulässig ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Mitnehmen. Getränke in Flaschen, Speisen und in Tüten dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln abgegeben werden. Der Verzehr darf nicht an Ort und Stelle und auch nicht in unmittelbarer Nähe der Alm erfolgen!

Sitzgelegenheiten dürfen nicht zur Verfügung gestellt werden.

AVO Geschäftsstelle

Schulungstage im Juni 2021

Wie bereits angekündigt möchten wir im Frühsommer einige Schulungstage für Almbauern, Almpersonal und sonstige Alminteressierte anbieten. Wir hoffen, dass im Juni wieder Schulungen im Freien möglich sind, falls nicht, werden wir die Schulungen verschieben. Alle Veranstaltungen sind mit Voranmeldung, da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist. Nach der Anmeldung erfolgt eine schriftliche Einladung, kurzfristige Änderungen werden dann an die angemeldeten Teilnehmer weitergegeben. Geplant haben wir zwei Blöcke von Schulungstagen im Juni.

Der erste Block befasst sich mit der Almflächenbestimmung. Seit langem ist es uns ein Anliegen, unsere Mitglieder bei der Almflächenbestimmung zu unterstützen. Auch die Vor-Ort-Kontrollen im letzten Jahr haben es wieder gezeigt, dass es immer noch zu vielen Flächenabzügen kommt. Gerade auf Almen mit bestockten Bereichen werden Flächenabweichungen mit den bekannten Folgen nachgewiesen. Um die Almbewirtschafter zu unterstützen, haben wir beim AVO ein GPS-Gerät angeschafft und bieten Schulungstage an, bei denen anhand von Beispielsflächen die Einstufung der Förderflächen geschult wird. An vier Terminen, verteilt über unser oberbayerisches Almgebiet, finden eintägige Schulungen statt. Es wird dabei von Mitarbeitern des Prüfdienstes die Förderfähigkeit unterschiedlicher Flächen besprochen und den Teilnehmern der Umgang mit dem GPS-Gerät erklärt. Die Teilnehmer können im Anschluss das Gerät ausleihen und auf ihren eigenen Flächen Messungen vornehmen. Dabei kann jeder die Geometrie der Feldstücke, die in iBALIS gespeichert sind, auf das Gerät ausspielen. Anschließend kann er seine Flächen abgehen und Punkte mit dem GPS-Gerät setzen. Die Punkte kann man für Korrekturen der Feldstücke in iBALIS verwenden oder dem Sachbearbeiter am Landwirtschaftsamt zur Verfügung stellen.

Für Ende Juni sind Wassertage geplant. Die Wasserversorgung auf den Almen war schon immer ein wichtiges Thema, durch den Klimawandel hat es jetzt zusätzlich an Bedeutung für Mensch und Tier gewonnen. Auch gutes Almweidemanagement ist untrennbar mit einer ausreichenden Wasserversorgung verbunden, die für alle Flächen der Alm sichergestellt sein muss. Die Anlage von Wasserfassungen, die Verteilung und der Transport des wertvollen Gutes sind hierbei die größte Herausforderung.

Im Rahmen der geplanten Wassertage möchten wir hierzu einige Möglichkeiten aufzeigen. Ferner werden Fremdreferenten unterschiedliche Fachthemen ansprechen, wie beispielsweise die rechtlichen Vorgaben bei der Wasserfassung oder der Wasseraufbereitung. Probenahme und Überprüfung der Filtrationsanlagen sowie die neue Trinkwasserverordnung stehen ebenfalls auf dem Programm. Wir hoffen ferner, einige Firmenvertreter gewinnen zu können, die Pumpsysteme, Quellsammler und deren jeweiliges Einsatzgebiet vorstellen. All diese Maßnahmen werden durch das Bayerische Bergbauern Programm bezuschusst, das von den Almfachberatern vorgestellt wird.

Anmeldung bis spätestens  27. Mai per Mail (Almwirtschaft@avo.bayern.de) oder Telefon unter (Tel. 08024-4604445).